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Glas-Pflegehinweise

Keine Angst vor trüben Gläsern -

die wichtigsten Tipps für die Glaspflege
 
 
Klassisches Glas oder Kristallglas hat nur drei "Feinde": starke Temperaturschwankungen, zu langes Einwirken von kalkhaltigem Wasser und Kratzer, die das Glas nach einiger Zeit "verwittert" aussehen lassen. Doch bei Beachtung weniger, einfacher Tipps, lassen sich diese in der Regel lange in Schach halten:
 
  • Vermeiden Sie starkes Aneinanderschlagen mit anderen Gläsern oder sonstigen Gegenständen (auch in der Spülmaschine). Fassen Sie insbesondere Stielgläser vorsichtig an, besonders beim Abtrocknen.
  • Bewahren Sie Gläser an standsicheren, staubfreien Plätzen mit wenig Lichteinfall auf (also z. B. in geschlossenen Schränken).
  • Stellen Sie Gläser nie "auf dem Kopf" ab und stapeln Sie nur Gläser, die als "stapelbar" ausgewiesen sind.

  • Lassen Sie Getränkereste nicht eintrocknen.
  • Stielgläser nie am Boden, sondern immer am Stiel festhalten - beim Abtrocknen am 
    besten den "Kelch" in eine Hand legen.
  • Gläser sollten in der Spülmaschine schräg stehen, damit keine Wasserreste auf dem Glas verbleiben.
  • Schongang der Spülmaschine einstellen (spült bei maximal 55 °C, genügt völlig, wenn Sie kein ganz stark verschmutztes Geschirr mitspülen), mildes Spülmittel in geringen Mengen verwenden, Salz nach Herstellerangaben dosieren und, falls nötig, Wasserenthärter verwenden.
  • Besonders empfohlen wird von den führenden Glasherstellern die Marke "Somat".
  • Spülmaschine nach dem Trockengang unbedingt für ein paar Minuten öffnen -  kondensierender Wasserdampf schadet den Gläsern am meisten.
 
Ganz besonders hochwertige Gläser sollte man eigentlich lieber von Hand spülen. Verwenden Sie warmes (kein heißes) Wasser und wenig Spülmittel. Spülen Sie mit klarem Wasser nach, damit keine Spülmittelreste zurückbleiben (beeinträchtigen den Geschmack sowie das "Perlen" von Sekt und kohlensäurehaltigen Getränken). Extra Glanz verleiht ein Schuß weißer, destillierter Essig im Spülwasser.
 
Extra-Tipp: Grauen Belag von langem Stehen erstmal vorsichtig mit einem Tuch bzw. Handspülung enfernen. Hartnäckige Beläge, Flecken und Verfärbungen lassen sich oft durch Einweichen in einer Schüssel mit Wasser und Reinigungstabletten für Zahnersatz (!) entfernen.

 


Beläge und Ablagerungen auf Gläsern

Besonders, wenn Gläser in der Spülmaschine gereinigt werden, läuft das Glas mit der Zeit weiß an. Zwei Faktoren gelten als die Hauptursache:
Glaskorrosion und Verkalkung. Die Glaskorrosion bedeutet, dass sich auf der Glasoberfläche kleine Schäden wie Sprünge und Risse bilden, die zwar die Haltbarkeit nicht schädigen, dafür jedoch die Optik beeinträchtigen. Zwar kann eine schonende Reinigung die Korrosion einschränken, doch nur selten spielen sie in die Entstehung mit ein. Einzelne Glaszusammensetzungen sind schlichtweg anfälliger, was mitunter ein Grund dafür ist, dass Kristallgläser nicht in die Spülmaschine sollten. Die Verkalkung hingegen hängt maßgeblich von der Reinigung ab. Ist das Wasser sehr kalkhaltig, legen sich die Partikel auf das Glas und trüben es ein. Diesen Effekt kennt jeder aus dem Badezimmer oder vom Wasserkocher. Zusätzlich können sich Rückstände von Reinigern auf der Glasoberfläche absetzen. Auch in diesem Fall werden die Gläser milchig. Der Effekt ist vergleichbar mit dem Grauschleier auf weißer Wäsche.

 

Welcher Belag ist auf meinem Glas?

Bestehen die weißen Schlieren auf dem Glas einzig aus Kalk- und Reinigerablagerungen, ist die Entfernung möglich. Ein durch Glaskorrosion beschädigtes Glas hingegen wird nicht mehr klar. In diesem Fall stehen nur zwei Varianten offen: Das Glas entsorgen oder über die Kratzer hinwegsehen.

Jetzt ist es natürlich interessant, wie Sie die einzelnen Eintrübungen voneinander unterscheiden können. Die Korrosion erkennen Sie in erster Linie daran, dass sie nicht das ganze Glas überzieht. Sie ist fleckig, greift häufig nur einzelne Stellen an oder umspielt das Glas in verschiedenen Schattierungen. Die Glaskorrosion kann sich jedoch auch mit bunten Schlieren bemerkbar machen. Trübt hingegen das ganze Glas ein, können Sie von Rückständen des verwendeten Reinigers oder auch von Kalkablagerungen ausgehen. 


Kalkablagerungen lösen

In vielen Regionen ist das Leitungswasser außerordentlich kalkhaltig. Das merkt bereits jeder, der nach dem Händewaschen oder Duschen die Rückstände im Waschbecken oder auf den Armaturen sieht und die Kaffeemaschine regelmäßig entkalken muss. Selbst beim Spülen mit der Maschine legen sich die Kalkpartikel auf den Gläsern ab und trüben sie ein. Um den Kalk zu lösen, lohnt es sich, folgende Schritte zu versuchen:

Heißes Wasser in die Spüle einlaufen lassen und einen guten Schuss Essigessenz hinzuzugeben. Wer den beißenden Geruch vom Essig nicht wünscht, kann alternativ zu Zitronensäure greifen. Diese gibt es wahlweise in kleine Tütchen, bereits flüssig oder im größeren Karton als Pulver. Die Zitronensäure als Pulver lässt sich besser und stärker dosieren.

Um die Kalkablagerung zu lösen, werden die Gläser nun kopfüber ins Wasser gestellt und für eine halbe Stunde eingeweicht.
Steigen kleine Bläschen auf, löst sich der Kalk. Nach einer halben Stunde kann er mit einem weichen Tuch abgerieben und das Glas nochmals gespült werden.

Verkalkte Gläser lassen sich durchaus schneller reinigen. Hierfür wird ein Tuch in Essig- oder Zitronensäure getränkt und das Glas poliert.
Um die Neuverkalkung zu vermeiden, sollte die Spülmaschine immer mit einem speziell für kalkhaltiges Wasser gedachtem Spülmittel betrieben werden. Zudem hilft das hinzugefügte Spülmaschinensalz, den Verkalkungen vorzubeugen. Wird überwiegend mit der Hand gespült, lohnt es sich, dem Spülwasser immer einen Schuss Essig beizumischen.



Spülmittelreste lösen

Die meisten Spülmittel für den Geschirrspüler enthalten Pflegestoffe. Doch selbst ohne zusätzliche Stoffe legt sich der Reiniger gerne auf den Gläsern ab und trübt sie ein. Besonders häufig tritt das Phänomen auf, wenn das Spülmittel zu hoch dosiert und nicht genügend nachgespült wird.

Reste vom Geschirrspüler werden ebenfalls mit Essig- oder Zitronensäure bekämpft. Da hilft es leider nur, die Gläser nochmals per Hand zu spülen oder auch einen Spülmaschinengang ohne Spülmittel durchlaufen zu lassen. Dieser reinigt gleichzeitig die Maschine. Alternativ kann in die Spülmaschine ein zitronensäurehaltiger Stein eingehängt werden, der die Ablagerungen direkt beim Spülgang bekämpft.

Alternativ kommt auch bei trüben und milchigen Gläsern ein Allheilmittel zum Einsatz. Kalkablagerungen, Reinigerrückstände und starke Verfärbungen von Tee oder Kaffee lassen sich spielend einfach mit Gebissreinigern entfernen. Nur kurz den Gebissreiniger im Wasser auflösen und mit der Lösung das Glas polieren. Die Beläge verschwinden und der Nachbar darf nun auch zu einem Glas Wein oder Sekt vorbeikommen.

Quelle: http://www.ratgeber-alltag.de/milchige-glaeser-wieder-klar-spuelen-tipps-und-infos/


 

 

 

 

 

 

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